Merke: Alles, was heilig ist, ist auch sauber.

Aber nicht alles, was sauber ist, ist auch gleichzeitig heilig 😃

Wir haben heute viel ĂŒber Bali gelernt.

Eigentlich kann ich diese organisierten Touren mit Guide nicht leiden. Man landet unweigerlich in irgendeinem Neppladen und soll was kaufen. Manch einer mag das mögen, ich mag’s nicht. 

Aber weil der Verkehr fĂŒr individuelle Touren zu chaotisch und Straßen schlecht ausgeschildert sind, haben wir uns doch dazu entschlossen und…

  

…na ja, na klar waren wir vor dem Tempelbesuch im Saroongladen und Nachmittags noch bei den Holzschnitzern…und ich habe sogar einen Rock gekauft…und wenn die TheaterauffĂŒhrung nicht mal nur fĂŒr Touristen war, heiße ich Hans-Heinrich oder Galuha (Becher hĂ€tte ich ja schon), aber im Großen und Ganzen war es dennoch ein sehr schöner Einblick in eine Welt und eine Religion, die ziemlich nah an den Naturgewalten und deren Gleichgewicht und ziemlich weit weg von unseren Denkkreisen ist.

Manches finde ich sehr schön: die Rituale und allgegenwĂ€rtigen OpferschĂ€lchen, der tröstliche Gedanke, dass nach diesem Leben ein weiteres wartet (und dann noch eins…), die Familiengemeinschaften.

Manches finde ich amĂŒsant: die „Straßenberuhigung“, wie der Guide sagte, also das BesĂ€nftigen der Straße, wenn z. B. ein Unfall passiert ist oder Tote ĂŒber den Weg transportiert wurden. Der Priester kann auch große Straßen zu diesem wichtigen Zweck sperren lassen, und der Verkehr muss sich dann eben einen Weg drumherum suchen. 

Die manchmal schon mit den Gesetzen der Schwerkraft nicht mehr erklĂ€rbaren Beladungen der allgegenwĂ€rtigen Mopeds, da gibt’s genug Bilder im Netz und alles ist wahr.
    

Und manches finde ich weniger schön. Das Kastensystem, das meinem GerechtigkeitsgefĂŒhl widerspricht. Ein Moped, vorne ein Kind, hinten ein Kind, in der Mitte Mutter oder Vater, und nur sie oder er tragen einen Helm. Also das ist bei uns undenkbar, oder? Hier ist es Alltag, habe ich viele Male gesehen. 

Und auch höchstens 10-jÀhrige, die schon allein ohne Helm mit dem Moped unterwegs sind. Das ist irritierend, wenn man in einem Land aufgewachsen ist, in dem auf 1 Kleinkind auf dem Spielplatz meist zwei Erwachsene kommen.

Aber dafĂŒr ist man ja im Urlaub, oder? Um sich neu zu finden und mal wieder Impulse von außen zu erhalten, die einem helfen, Dinge neu zu bewerten.

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