Von der Zugspitze bis zum Gardasee

Nun bin ich bereits wieder 2 Wochen daheim und habe immer noch keinen Reisebericht abgeliefert, Asche auf mein Haupt. Dabei waren es auch in diesem Jahr wunderbare Tage in den Alpen, die nachhaltig für Entspannung sorgen.

Nach unserer Rückkehr hatte ich das Gefühl, statt einer Woche drei Wochen unterwegs gewesen zu sein…

Die Strecken waren auch in diesem Jahr wieder sehr fordernd, an den meisten Tagen hatten wir an die 1000 Höhenmeter zu bewältigen, und zwar sowohl im Anstieg als auch im Abstieg.

Aber jeder einzelne Schritt hat sich gelohnt!

Diese Gerölllandschaft zu überklettern hat mir besonderen Spaß gemacht 🙂

Vorsicht! Steinschlag! Nicht nur das Wetter kann einem in den Alpen in die Quere kommen!

Die Farbe des Stausees ist der Hammer, oder?

Auch der Lago Moveno sehr aus der Ferne sehr schön aus!

Und hier ist das Ziel unserer Reise: der Gardasee! Juhuu!

Ich habe alle Tagesetappen aufgezeichnet, wer sich ein bisschen genauer umschauen möchte, der ist herzlich eingeladen, mir auf komoot zu folgen 😉

1. Wandertag

2. Wandertag

3. Wandertag

4. Wandertag

5. Wandertag

6. Wandertag

Advertisements

Von der Zugspitze an den Gardasee 1

Am Montag sind wir nach Ehrwald gereist, vor uns eine erlebnisreiche Wanderwoche.

Wie schon im letzten Jahr von München nach Venedig lassen wir uns vom charmanten Innsbrucker Thomas führen. 

Am Dienstagmorgen starten wir mit dem Linienbus und fahren zur Ehrwalder Almbahn. 

Oben beginnt unsere erste Wanderung – gleich als Auftakt eine Schartenüberquerung und damit ein fordernder Anstieg.

Das Wetter ist besser als angesagt, ein Glück !


Die kleine Pestkapelle…

Erst noch geradeaus…aber dann…Aufwärts, aufwärts, aufwärts…puh…

Der Blick lohnt dann aber immer:


Erste Wolken beim Abstieg.


Dann noch eine Einkehr, danach eine Stunde im Regen…war aber ok. 


Ein schöner erster Tag und ein Weg für Fortgeschrittene: Von der Ehrwalder Almbahn über die Niedere Munde nach Telfs.

Brandenburgs (fast) höchster Berg

Neues Wochenende, neue Wanderung…wir parken wieder am Bahnhof in Bad Belzig und fahren eine Station nach Wiesenburg (Mark) mit dem Regio. Von dort aus gehen wir wie vor zwei Wochen auf dem Internationalen Kunstwanderweg Richtung Schloss Wiesenburg. Diesmal wollen wir aber auf der Nordroute gehen und den ehemals höchsten Berg Brandenburgs, den Hagelberg, erklimmen. Um der höchste zu sein, fehlt ihm ein einziger lächerlicher Meter, wie eine Zweitmessung ergab.

Wiesenburg ist ein sommerliches Ausflugsziel für Reisebusse, also schnell den Blick genießen und dann Fersengeld geben.

Auch auf der Nordroute finden sich wieder Kunstwerke, dies hier heißt zum Beispiel Findling und man kann hineinsteigen.

Wir kommen an einem netten Cafe vorbei, wo ich auf jeden Fall beim nächsten Mal einkehren würde, denn es lud mit gemütlichen Gartenplätzen zum Verweilen ein, diesmal hatten wir jedoch Proviant dabei.

Das Gipfelfoto vom Hagelberg ist nicht gelungen, der Himmel zu hell, der Rest zu dunkel…aber der Hagelberg selbst ist auch nicht soooooo spektakulär…vielleicht muss man ihn zuerst besteigen und dann in die Alpen fahren, um ihn würdigen zu können, aber Brandenburg ist und bleibt nun einmal schön, aber platt.

Die Steinschlange war früher bestimmt farbenfroher, aber auch so ist sie noch ein netter Künstlergruß am Wegesrand.

Dies soll eine Jagdszene darstellen.

Und hier kommt unser persönlicher Favorit auf der Nordstrecke.

Kurz vor dem Bahnhof dann noch ein letzter Gruß…ich dachte, akrobatische Kürbisse, aber es war doch vom Künstler anders gemeint…

Noch zu erwähnen, dass wir ganz ordentlich im Restaurant der Burg Eisenhardt gegessen haben.

19 km, meist Wald- und Feldwege, vor dem Anstieg zum Hagelberg muss man keine Angst haben. Abwechslungsreiche Wanderung mit einigen lohnenden Einkehrmöglichkeiten.

Wunderschöne Wanderung zwischen Chorin und Brodowin

Was gibt es Schöneres an einem sonnigen Frühlingstag, als raus in die Natur zu gehen – besonders, wenn man den ganzen Samstag auf einer Fortbildung zum Thema Gesundheit und Resilienz verbracht hat? Es war sehr interessant, aber das schöne Wetter draußen habe ich verpasst.

Meine Tour startete diesmal auf dem Parkplatz des Klosters Chorin…für das nächste Mal habe ich aber schon einen besseren Startpunkt entdeckt. Diesmal habe ich aber die 3 Euro für den Parkschein auf einem um 09:30 Uhr noch komplett leeren Parkplatz gelassen.

Das Kloster habe ich nur über den Zaun fotografiert, ich muss mal schauen, wann die nächste Veranstaltung dort ist, dann würde ich auch gerne mal einen Rundgang dort machen.

Stattdessen habe ich den nahegelegenen Amtssee umrundet. Ein schmaler Pfad und – wie Ihr sehen könnt – mit schönem Blick. Es gibt auch eine Badestelle, an die Klarheit des Stechlinsees kommt er aber überhaupt nicht ran. Da bin ich verwöhnt und bade lieber nicht 😉

Weiter geht es auf dem Amtsweg vorbei an wunderbaren Feldern und blühendem Mohn, und die Luft roch wunderbar! Die Tierwelt ist hier auch noch reichlich vertreten, man darf die Ohren aufsperren und hört einige ungewohnte Stimmen – und öhmmm, schade, dass ich wieder mal in Skorts unterwegs war, unbelehrbar wie ich bin…die Mücken danken und meine Beine sehen aus wie die Beine vom Sams. Nur wünschen ist sinnlos.

Sträußchen gefällig? Ich pflücke nie was, es hält schon die Wanderung kaum durch, also ist es da ganz richtig wo es gerade steht.

In Brodowin lebt eine Storchenfamilie. Schön.

Ich bin nur durchgewandert, aber eigentlich müsste es ja einen Ökoladen geben, oder?

Na, nächstes mal gehe ich auf Entdeckungsreise.

81 m über NN! Jahaaaa! Sooo flach ist Brandenburg gar nicht😂

Und immer wieder blühende Felder…ich musste einfach viele Fotos machen.

Und mitten auf dem Weg: ein Pilz! Da habe ich dran gedacht, dass ja die Pfifferlingszeit begonnen hat und ich eigentlich in der nächsten Woche mal an unseren geheimen Plätzen schauen gehen müsste. Die oft schon verschrumpelten Dinger aus dem Laden sind ja gegen eine frische Pfifferlingspfanne kein Vergleich!

Neugierig bin ich einem Hinweis „Findling“ 150 m in den tiefen, tiefen Wald gefolgt, und was soll ich sagen: gefunden!

Und hier die Tour. Ich werde Sie im August oder September anbieten, mit Überraschung und Einkehr, versteht sich.

21 km vorrangig auf Waldwegen, einige Strecken auf Asphalt.

Lange Hosen empfohlen, feste Schuhe notwendig.

Auf dem Internationalen Kunstwanderweg via Borne

Huuuuuu, dramatischer Himmel inklusive!

Auf dem Hinweg schüttet es wie aus Eimern, und als wir am Bahnhof Bad Belzig parken, scheint es nicht ausgeschlossen, dass wir geradewegs wieder zurückfahren müssen. Aber dann entscheiden wir uns doch, die eine Station nach Wiesenburg/Mark zu fahren.

Der Weg ist fast auf der ganzen Stecke sehr angenehm zu gehen, aber man sollte auf jeden Fall lange Hosen tragen, denn zwischendrin wird der Pfad auch mal sehr eng, und auf Zecken können wir alle verzichten.

Der schöne und weitläufige Schlosspark in Wiesenburg ist öffentlich für jedermann und durchaus sehenswert. Nebenan kann noch eine romanische Feldsteinkirche besichtigt werden.

Auf dem Weg begegnen uns immer wieder Kunstwerke, von denen dieses sicherlich das originellste ist. Oder was meint Ihr?

Die Wölfe haben uns aus der Ferne ein bisschen erschreckt, aber sie waren dann doch ganz harmlos. 

Der schmale Weg führt fern der Straße an Feldern vorbei. Er wirkt nicht so, als sei er häufig begangen.

Das linke soll eine Pusteblume sein, na ja, gut, dass das auf Tafeln immer erklärt wird 😉

Zuletzt begegnen wir der weißen Frau, die eine sehr traurige Geschichte hat. Und schon können wir 16 km später unser Auto besteigen und fahren gut gelaunt nach Berlin zurück. Eine sehr schöne Tour!

Luftiger Grat

Bei diesem grandiosen Wetter kommt man um eine Hochgratwanderung nicht herum. Also mit der Hochgratbahn 15 min lang in die Höhe gegondelt.

Auch ein Blick zurück lohnt immer.

Und oben angekommen wird klar, wer sich hinter der Nagelfluhkette versteckt: das Alpenpanorama liegt vor mir.

Es liegt zwar noch überall Schnee, aber es ist nicht kalt.

Man kann den Blick kaum lösen, so wahnsinnig schön ist die Aussicht.

Das Tor ist ein beliebtes Fotomotiv, habe ich vielfach im Netz bereits gesehen, und nun auch auf diesem Blog, man will ja nicht nachstehen.

Der erste Gipfel ist bald erreicht: der Seelekopf.

Und schaut mal, hier habe ich eine Sonnendusche eingefangen.

Weiter gehts es Richtung Falken.

Immer wieder muss ich stehen bleiben und staunen (und schnaufen, der Weg ist nicht ohne, Junge, Junge).

Immer wieder geht es durch den Schnee, der sogar in den Schuh rutscht…aber die Jacke kann trotzdem im Rucksack bleiben. Ich glaube, der Schnee muss schon sehr bald weichen…

Und noch’n Schuss 🙂

Auf dem Falkengipfel stand eine junge Frau mit zwei kleinen, kurzbeinigen Hunden…höh? Wie haben die das denn da rauf geschafft? Muss ich mich jetzt schlapp fühlen 😉?

Egal…ich steig ab zur Hörmoosalpe, trinke einen halben Liter Buttermilch und esse zünftig.

Gut gestärkt geht es dann weiter Richtung Talstation, denn dort wartet ja brav mein Auto auf mich.

Fazit: grandioser Höhenweg, wer so fit oder fitter ist als ich (also z. B. wie ein kleiner Hund) – nix wie hin! Aber bitte mit Sonnenhut, Wanderschuhen und ggf. Stöcken. Trittfestigkeit und Schwindelfreiheit unbedingte Voraussetzung. Und noch mehr als gestern gilt: nur bei gutem Wetter starten, der Nagelfluh ist rutschig, und wenn das Wetter umschlägt, findet man nicht so schnell Schutz.